OECD: Kluft zwischen Arm und Reich wächst in Deutschland besonders stark

Quelle: DRadio Wissen

Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, ist ein weltweites Phänomen. In Deutschland ist es aber im Vergleich zu anderen Industrieländern besonders stark ausgeprägt. Das hat eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergeben, die in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach verdienten 2008 die obersten zehn Prozent der Einkommmensbezieher in Deutschland etwa achtmal so viel wie die untersten zehn Prozent. In den neunziger Jahren betrug das Verhältnis noch sechs zu eins. Damals gehörte Deutschland nach den Kriterien der OECD zu den ausgeglichenen Gesellschaften.

Dass das heute anders ist, liegt laut OECD vor allem an der Entwicklung der Löhne und Gehälter. Aber auch die wachsende Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung und die steigende Zahl der Alleinerziehenden hätten dazu beigetragen, die Kluft zwischen Arm und Reich zu erweitern.

Die Autoren der Studie sehen nur einen Weg, um diesen Trend zu stoppen: mehr und bessere Bildung. Dadurch könnten die Beschäftigungsraten erhöht und hchwertigere Arbeitsplätze mit echten Karriereaussichten geschaffen werden.


2 Antworten auf „OECD: Kluft zwischen Arm und Reich wächst in Deutschland besonders stark“


  1. 1 Jonas 06. Dezember 2011 um 18:04 Uhr

    Deutschlands Politik hat sich immer mehr von einem fairen Sozialstaat zu einem kompetativen Raubkapitalismus gewandelt, der sich der US Variante immer mehr angleicht – es ist kein Wunder, wenn als Resultat amerikanische Verhältnisse Einzug halten.

  2. 2 vonStock 07. Dezember 2011 um 1:58 Uhr

    Noch sind die Verhältnisse hierzulande um Längen besser, als in den USA. Der Blick gen Westen sollte hiesigen Einflusshabenden doch als Blick in die Zukunft dienen.

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