Die Denk der Kette

Mein Telefon ist zu laut. Genau wie mein Klavier, wobei das sowieso „zu alles“ ist. Zu groß, zu unnütz und zu teuer. Eigentlich ist es ja zu billig, aber immernoch mehr als ich grade auf Tasche habe. Wenn es weg wäre, gäbe es auch nicht mehr Platz; der Raum ist zu klein, nicht der Kasten zu groß. Aber ich will auf keine Taste verzichten, nicht aufs Holz und nicht auf den Klang. Mit so einem Plastik müsste man lange warm werden. Ist aber nicht ungefährlich warmes Plastik, da hilft nur Stecker ziehen und hoffen. Die Abkühlphase kann man zur Ideenfindung nutzen, ist halt nicht so spontan, eher bisschen konstruiert, manchmal auch ärgerlich aber möglicherweise besser kanalisiert als so‘n larifari fickfacken mal hier mal da. Wie ein schimpfender Plastiklehrer, der dich zur Arbeit zwingt. Naja, ob ich das Diktat annehmen will? Und dann die ganzen Kabel um einen herum… Stille Post auf Teufel komm raus. Nee, nee, da wird man ja wahnsinnig. Aber die Einschränkung vom großen lauten Kasten mag man nicht mehr hinnehmen. Wie wäre es denn mit einer anderen Beschäftigung? Vielleicht einen Weblog? Wer den liest? Tja, wird sich schon jemand finden. Das muss man ja auch pushen, auf Facebook und so. Und pflegen, immer was Neues hat ja auch keinen Wert. Schwups, gefällt mir nicht mehr, weg damit. Oh, das ist schick, das hol ich mir.





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