Archiv für Juli 2010

Die Denk der Kette

Mein Telefon ist zu laut. Genau wie mein Klavier, wobei das sowieso „zu alles“ ist. Zu groß, zu unnütz und zu teuer. Eigentlich ist es ja zu billig, aber immernoch mehr als ich grade auf Tasche habe. Wenn es weg wäre, gäbe es auch nicht mehr Platz; der Raum ist zu klein, nicht der Kasten zu groß. Aber ich will auf keine Taste verzichten, nicht aufs Holz und nicht auf den Klang. Mit so einem Plastik müsste man lange warm werden. Ist aber nicht ungefährlich warmes Plastik, da hilft nur Stecker ziehen und hoffen. Die Abkühlphase kann man zur Ideenfindung nutzen, ist halt nicht so spontan, eher bisschen konstruiert, manchmal auch ärgerlich aber möglicherweise besser kanalisiert als so‘n larifari fickfacken mal hier mal da. Wie ein schimpfender Plastiklehrer, der dich zur Arbeit zwingt. Naja, ob ich das Diktat annehmen will? Und dann die ganzen Kabel um einen herum… Stille Post auf Teufel komm raus. Nee, nee, da wird man ja wahnsinnig. Aber die Einschränkung vom großen lauten Kasten mag man nicht mehr hinnehmen. Wie wäre es denn mit einer anderen Beschäftigung? Vielleicht einen Weblog? Wer den liest? Tja, wird sich schon jemand finden. Das muss man ja auch pushen, auf Facebook und so. Und pflegen, immer was Neues hat ja auch keinen Wert. Schwups, gefällt mir nicht mehr, weg damit. Oh, das ist schick, das hol ich mir.

Na, so schlimm kanns nich sein!

Flattr? Kenn ich nich

Ich habe schon mal dran gedacht, Chris Pederick, dem Entwickler des äußerst praktischen Web Developers (als Addon unter firefox), etwas zu „donate“. Einen freiwilligen Beitrag leisten für anderer Leute Arbeit, welche sie großzügigerweise auch kostenlos bereitstellen. Klar, es gibt neben Geld auch Werte wie Ruhm und Anerkennung, aber Geld is schon okay… Gescheitert bin ich bisher an zwei Dingen: 1. Geld und 2. der „donate“-Vorgang. Immer scheute ich mich das Pop-Up mit dem großen call-to-action Button „Beitrag leisten“ zu drücken. Wer weiß, was da passiert?
Jetzt haben aber Fefe und Frank einen Podcast eingerichtet, den man „flattrn“ kann. Ich dachte das sei vielleicht eine nerd-ige Alternative zu diesem ollen Gefällt-Mir Knopf von Facebook. Nein, nein, nein! Flattr ist schon cool: Im Gegensatz zum Social Network, könnte man hier vom Solidary Network reden. Jeder Registrierte kann als Macher einen flattr-Button einbinden und von Konsumenten, denen es gefällt und die draufklciken, einen Teil des Kuchens bekommen. Schöne Metapher, wobei es natürlich um Geldbeträge geht. Bisher ist das ein Mindestbeitrag von 2 EUR im Monat, den man auf beliebig viele seiner Lieblingsbloger, Entwickler, Musiker etc. aufteilen kann. Weil ich das sicherlich etwas oberflächlich erkläre, gibt es ein schönes Video auf http://flattr.com/. Das kleine BETA neben dem Logo lässt Unsicherheiten erahnen, aber ich würde das mal im Auge behalten, ist doch ne super Idee!

Eritrea, der erste

Eine alte Nachricht, die wahrscheinlich keinen interessiert und auf die ich nur zufällig gestoßen bin: Puschkin, der eine Russe von früher, steht jetzt als lebensgroße Ermahnung an das Fortkommen der Bildung und des interkulturellen irgendwas in der Welt und in Afrika und am Horn von Afrika und bla bla bla…. in der Hauptstadt Eritreas, und ist damit zum ersten mal überhaupt auf dem schwarzen Kontinent zu finden. Seine abessinischen Wurzeln sind umstritten und laut der Library of Congress – der 2. größten und bedeutendsten – liegt die Rate der Analphabeten im Land bei mindestens 40%. Wieviele davon englische Übersetzungen, geschweige denn russische Originaltexte lesen können sei an dieser Stelle jedem zur persönlichen Spekulation überlassen. Ob Präsident Isayas dafür ein paar AK 47 im „Kulturrabatt“ bekommt? Spielt doch keine Rolle, Alta! Hauptsache es ist gut gemeint!
Puschkin in Asmara

Alle machen was sie wollen

Ich wollte doch nur Tagesschau schauen! Doch dann, direkt auf der Hauptseite, fällt der Blick auf tote Tiere, die jetzt Bier kotzen. Die Brauerei BrewDog hat es geschafft das stärkste Bier der Welt zu brauen. Wow. Echt bemerkenswert. Aber wieso füllt man es in ausgestopfte Tiere?




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