Was machst du?

Ich war neulich durch Zufall auf einer Preisverleihung im Hamburger Bahnhof in Berlin. Einer mitteljungen Frau wurde für ihre Perfomace-Kunst ein Euro-dotierter Preis verliehen. Für die Künstlerin war das sehr schön. Ihr pensionierter Vater stand beim anschließenden Buffet hinter mir, er war sehr stolz auf seine Tochter. (mehr…)

Mutti Merkel

Ich bin etwa 18 Jahre älter, das geht nicht spurlos an einem vorbei. Ich habe zwei Kinder zur Welt gebracht, einen Hahn getötet und mich mit meiner Schwiegerutter 2. Grades angefreundet. Eine wilde Zeit, ganz ganz wild.
Aber Helloo!? Was geht denn gerade in der Welt ab? Ja, ich weiß, Syrien, Krieg, Flüchtlinge. Aber was beschäftigt uns gerade noch, außer syrischer Leute? Eritreer! (mehr…)

Jesus Sahara

Jesus Sahara

Wenn ich Rockstar bin…

VoltAir

Ich krieg immer so nach 7-10 Tagen Heimweh. Wenn ich Rockstar bin, mach ich nen Deal mit Easyjet, so dass alle, die zum Konzert kommen wollen zu ihrem Konzertticket einen Flugticket-Gutschein dazu bekommen. Auf die Art kann ich immer zuhause in Berlin bleiben. Und ich wäre plötzlich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsre schöne, wiedervereinigte Hauptstadt. Allerdings würden Umweltaktivisten mich bald sehr sehr hassen, deshalb würde ich Robert beauftragen ein photovoltaikbetriebenes Luftschiff zu bauen und dann würde ich meine eigene Fluggesellschaft gründen und easyJet wäre bald pleite und viele zehntausend junge Flugbegleiter, Bodenpersonal und Piloten aus ganz Europa wären arbeitslos. Daraufhin würde die EU in Verhandlungen mit mir treten, weil die Steuereinnahmen drastische Einbrüche verzeichnen würden und ganz Europa in Klassenkampf und Protest verharren würde und ich hätte nur noch sehr wenig Zeit für meine Musik. Die Fans wären sehr enttäuscht. Deshalb würde ich den Wünschen der EU im Interesse der ehemaligen Easyjet-Mitarbeiter am Boden und in der Luft schnell nachgeben und alle bei meiner Airline „VoltAir“ einstellen. Jeder Mitarbeiter dürfte darüber hinaus zu zwei meiner Konzerte im Jahr gratis kommen. Am Ende wäre ich furchtbar wohlhabend (mindestens Milliardärin), politisch einflussreich, sozial verantwortungsbewusst, eine vielbeachtete Musikerin und Unternehmerin und hätte nie in meinem Leben ein Konzert außerhalb Berlins gespielt.
Die Stadt würde ich nur zum Urlaub in Südosteuropa 4 mal im Jahr verlassen.

Stephan Urbach – ein Portrait

Sein halbgeschorenes Haar und die Kastenbrille lassen in Zeiten des Erfolgs der Piratenpartei einiges an Klichees zu. Obwohl Markus Lanz ihm im ZDF bescheinigte der einzige Pirat zu sein, der „wie ein Politiker labert“ ist Stephan Urbach kein mediengeiler Mandatsträger, sondern vor allem Aktivist.
Der gelernte Bankkaufmann ist Vorstandsmitglied der Telecomix, einer Organisation, die unter anderem im Arabischen Frühling die unzensierte Kommunikation der Aktivisten aufrecht erhielt. Seine Aufgabe im Arabischen Frühling nahm er ernst, die Devise lautete: Wenn ich es nicht mache, wer macht es dann?
Unbemerkt glitt er in eine Depression, die Folge unzähliger Nächte vor dem Rechner und der Verantwortung den Aktivisten vor Ort Gehör zu verschaffen. Sein Burn Out trieb ihn fast in den Suizid. Nach dem Freitod des österreichischen Hackers @oneup beschloss Urbach jedoch über dieses Tabuthema in der Hacker-Szene zu sprechen.

Autoren: Julia Krüger und Christina Makonnen




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
Creative Commons Lizenzvertrag
Stocklog von Christina Makonnen steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.